Qualitätsmanagement-System (QMS)

Um die Wünsche, Erwartungen und Anforderungen der Kunden fortlaufend und systematisch erfüllen zu können, ist ein System erforderlich, ein Qualitätsmanagement-System (QM-System oder QMS).

Ein solches QM-System wird von der DIN EN ISO 9000:2015 unter Punkt 2.2.2 Qualitätsmanagement-System (QMS) wie folgt beschrieben:

Ein QMS umfasst Tätigkeiten, mit denen die Organisation ihre Ziele ermittelt und die Prozesse und Ressourcen bestimmt, die zum Erreichen der gewünschten Ergebnisse erforderlich sind.

Das QMS führt und steuert in Wechselwirkung stehende Prozesse und Ressourcen, die erforderlich sind, um Wert zu schaffen und die Ergebnisse für relevante interessierte Parteien zu verwirklichen.

Das QMS ermöglicht der obersten Leitung, den Ressourceneinsatz, unter Berücksichtigung der langfristigen und kurzfristigen Folgen ihrer Entscheidungen, zu optimieren.

Ein QMS stellt die Mittel zur Verfügung, mit denen Maßnahmen identifiziert werden können, um beabsichtigte und unbeabsichtigte Folgen bei der Bereitstellung von Produkten und Dienstleistungen zu behandeln.

DIN EN ISO 9000:2015

Die Einführung eines QMS hilft einem Unternehmen oder einer Organisation bei der Weiterentwicklung des eigenen Potenzials. Ein QMS, welches die Anforderungen von Normen erfüllt, ist somit ein weiterer Weg, eine Organisation – trotz Änderungen des Umfeldes und der sich dadurch veränderten Anforderungen – zukunftssicher zu gestalten und erfolgreich zu lenken.

Die wichtigste dieser Norm ist die DIN EN ISO 9001:2015 (Qualitätsmanagementsysteme – Anforderungen), ein international anerkannter Standard, nach dem Qualitätsmanagement-Systeme aufgebaut sein können. Durch die weltweite Akzeptanz ist es für Organisationen deshalb einfacher, sich im internationalen Wettbewerb auf die Erfüllung der Kundenwünsche einzustellen. Ihren Ursprung hatte die ISO 9001 im Jahre 1987 als sie als DIN ISO 9001:1987-05 – Qualitätssicherungssysteme; Qualitätssicherungs-Nachweisstufe für Entwicklung und Konstruktion, Produktion, Montage und Kundendienst; Identisch mit ISO 9001, Ausgabe 1987 erstmals veröffentlicht wurde.

Für die heutige DIN EN ISO 9001:2015-11 bedeuten die Abkürzungen im Namen Folgendes:

Vorteile

Die wichtigsten Vorteile eines QMS für eine Unternehmen oder eine Organisation sind:

  • Einsparung von Zeit und Kosten
  • Erhöhung der Kundenzufriedenheit
  • Verbesserung der Produkt- bzw. Dienstleistungsqualität
  • Verringerung von Risiken
  • Erhöhung der Transparenz
  • Verbesserung der Strukturen und Arbeitsabläufe
  • Verbesserung der Reputation und Glaubwürdigkeit
  • Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit
  • Möglichkeit für Wachstum

P-D-C-A-Zyklus

Aus diesen Vorteilen lässt sich erkennen, dass die Verbesserung ein Kernpunkt des Qualitätsmanagement-Systems darstellt. Um eine systematische und fortwährende Verbesserung erreichen zu können, bedarf es eines Regelkreises. Dieser Regelkreis, auch P-D-C-A-Zyklus genannt, wurde von W. Edwards Deming in 1940er Jahren in Japan erstmals erwähnt.

Die vier Buchstaben stehen für:

Dieser Prozess der fortlaufenden oder auch konti­nuier­lichen Verbesserungs­systematik wird auch KVP (Konti­nuierlicher Verbesserungs­prozess) genannt.

Die Struktur der DIN EN ISO 9001:2015 entspricht dem P-D-C-A-Zyklus, was den Sinn bei der Anwendung dieser Norm in Bezug eine Verbesserung im Unternehmen bzw. der Organisation deutlich macht. So sind die einzelnen Anforderungs-Kapitel der DIN EN ISO 9001:2015 wie folgt dem P-D-C-A-Zyklus zugeordnet:

4

Kontext der Organisation

Plan

5

Führung

Plan

6

Planung

Plan

7

Unterstützung

Do

8

Betrieb

Do

9

Bewertung der Leistung

Check

10

Verbesserung

Act